Biographie


In der Spielzeit 23/24 war belgische Mezzosopranistin Chiara Ducomble Teil des Opernstudios des Theater Bielefeld.

Sie studiert Master Oper in der Gesangsklasse von Prof. Gudrun Pelker an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Ihren Bachelor schloss sie bei Prof. Dr. Marek Rzepka und Prof. Dr. Peter Anton Ling ab.

Liedunterricht bei Jan Philipp Schulze sowie Meisterkurse mit Ingeborg Danz, Sylvia Greenberg, Claudia Barainsky, Peter Kooij , Benjamin Bruns und Peter Berne ergänzen ihr Studium. 

Zuvor studierte sie Chorleitung am Konservatorium Maastricht und Kultur- und Medienmanagement an der Hfmt Hamburg. 

 

Chiara Ducomble widmet sich leidenschaftlich dem Liedrepertoire und neuen Konzertformen. Mit den Pianist:innen Nasti Sokolova, Yuewen Yu, Lidia Fittipaldi und Yuri Ota studiert sie bei Prof. Schulze, unter anderem Zyklen von Rihm, Hindemith, De Falla, Schumann und Berio. Höhepunkt der letzten Saison stellte hier die Aufführung von Berlioz "Les Nuits d'été" mit den Bielefelder Philharmonikern dar.  

Weiterhin singt Chiara in Ensembleprojekten wie der Akademie von Capella Amsterdam und dem Nederlandse Kamerkoor, als Gast im Berliner Rundfunkchor und dem Chor ds Bayerischen Rundfunks, fest im Niedersächsischen Kammerchor, sowie bei der Welt-Erstaufnahme der Missa solemnis von Johann Simon Mayr (Naxos, 2023). Sie arbeitete bereits unter der Leitung von Dirigenten wie u.a. Kent Nagano, Sakari Oromo, Sigvards Klava, Constantin Trinks, Ivan Repušić, Gregor Rot und Ludo Claesen.

 

Als Opernsolistin liegt Chiaras Spezialität auch in zeitgenössischen Opern. Sie übernahm u.a. die Rolle des 4. Engels in der Uraufführung von Stefan Litwins Wie dem Herrn Mockingpott das Leiden ausgetrieben wurde am Staatstheater Braunschweig und die Rolle der Klara in der Kammeroper Didos Geheimnis von Andreas Tarkmanns für den Mädchenchor Hannover. Des Weiteren war sie in deutschen Erstproduktionen in Ana Sokolovics Kammeroper Svadba und in der Hauptrolle in Leinen aus Smyrna von Edward Rushton zu erleben. In Hochschulproduktionen übernahm sie in Martinus Oper Juliette die Rolle des kleinen Arabers, die Titelrolle in Giulio Cesare von Georg Friedrich Händel sowie die Rolle der Ciesca in Puccinis Gianni Schicchi. In der Spielzeit 23/24 sang sie in der Uraufführung else (someone), als Bertha in Il barbiere di Siviglia, als Glascha in Janaceks Katja Kabanova, als Sandmann in Anna Calvis Der Sandmann sowie als Lutgardis/Fake Messiah/First Desert Woman/Innkeeper in The Covert von Wim Henderickx am Theater Bielefeld. In dieser Spielzeit übernahm sie die Hauptrolle der Seyma in Samuel Penderbaynes Subotnik an der Neuköllner Oper und gastiert als Sandmann sowie in der Offenbach-Kinderoper Auf der Reise zu den Sternen am Theater Bielefeld. 

Chiara verbindet die Zusammenarbeit mit Regisseur:innen wie Nadja Loschky, Georg Zlabinger, Michael Heicks und Theresa von Halle.

 

Chiara Ducomble war Stipendiatin des Deutschlandstipendiums und erhielt 2022 den ersten Preis beim internationalen Liedwettbewerb des Festivals Vocallis in den Niederlanden.